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"Firmen lagern ihre Telefonanlage aus"
Handelsblatt 12/05/2009

 

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Firmen lagern ihre Telefonanlage aus

Dienstleister bieten virtuelle Telefonanlagen übers Internet und binden Laptop und Handy ein

In der Krise geht es den Unternehmen vor allem um eins: die Senkung der Fixkosten. Daher haben zurzeit nur Technologien eine Chance, die sich innerhalb weniger Monate bezahlt machen. Eine der wenigen, die von der Krise profitieren, ist die Internettelefonie. Mit Hilfe der sogenannten Voice-over-IP können Firmen nicht nur die Telefonkosten senken, sondern gleichzeitig auch die lautenden Kosten fiir das Betreiben ihrer Telefonanlage reduzieren - indem sie diese an einen Dienstleister auslagern.

Die Anbieter sprechen von einem Einsparpotenzial von rund 30 Prozent* Vor allem, wenn die Ablösung der alten TK-Anlage ansteht, entscheiden sich viele Firmen für die Outsour-cing-Lösung. „Das Auslagern von Telefonanlagen ist ein stark wachsender Trend", bestätigt Oliver Tuszik, Chef 8 des IT-Dienstleisters Computercenter in Deutschland.

Seitdem sich die Digitalisierung auch in der Telefon» durchgesetzt hat, handelt es sich bei den Telefonanlagen nicht mehr um grolle Schränke mit Relais, sondern um eine Software auf einem Server, welche die verschiedenen Funktionen der Anlage steuert. Mit Hilfe von geschützten Datenleitungen, sogenannten Virtual-Privat-Network-Technologien, können sogar Handys oder Laptops sowie Heimarbeitsplätze über das Internet wie eine Nebenstelle an diese Server-Systeme angebunden werden. „Hierdurch ist eine Nutzung der Telekommunikationsinfrastruktur weltweit möglich", sagt Tuszik, Intelligente Software stellt dabei sicher, dass die jeweils günstigsten Tarife für ausgehende Verbindungen genutzt werden.

Es gab zwar bereits bei klassischen Telefonanlagen den Versuch, diese auszulagern und von Dienstleistern betreiben zu lassen. „Das war aber nur ein Randgeschäft", sagt Manfred Breul, Telekomexperte beim Branchenverband Bitkom. Das ändere sich aber mit den IP-Telefonanlagen, die wesentlich leichter von Externen über die Breitbandnetze betrieben werden können. Die IP-Telefonie sei zudem qualitativ besser geworden, so Breul. Von der neuen Telefontechnik profitieren auch kleinere und mittlere Unternehmen, die sich nun eine Anlage mit Funktionen leisten können, die bislang nur Anlagen in Großunternehmen zur Verfügung gestellt haben. Neben klassischen Anbietern wie Siemens, Nortel oder Cisco drängen nun auch DSL-Anbieter wie QSC und Arcor oder Spezialfirmen wie Teamphone, Outbox oder Nfon in München in den Markt. >> weiter lesen >>